Universelle Liebe

Manchmal kann ich nicht schlafen, weil ich die Nacht durchmache. 

Und manchmal mache ich die Nacht durch, weil ich nicht schlafen kann.

 

Ich werde niemals aufhören können, dankbar für diese menschliche Erfahrung zu sein. Dieses Leben ist einfach das allergrößte Geschenk. Ich fühle mich so verbunden mit meiner Seele und dem ganzen Universum. Ich habe so viel gelernt in den letzten Jahren. Ich bin so dankbar für die Erfahrungen, die ich machen durfte bis jetzt. Ich fühle mich so geehrt, dass ich jetzt zu dieser Zeit auf der Erde sein darf und mitgestalten darf. Wir sind auf dem Weg in eine neue Dimension - das Goldene Zeitalter ist angebrochen.

 

Fuck, also manchmal komme ich einfach nicht klar, dass ich ein Mensch sein darf. Dass ich einen Körper habe und dass ich damit tun und lassen kann, wonach mir gerade ist. Und seit ich mich akzeptieren kann, so wie ich bin, ist alles so viel schöner und einfacher geworden. Ich realisiere, dass ich gut bin, genau so wie ich bin. Ich will nicht mehr perfekt sein. Ich möchte einfach nur noch glücklich und zufrieden sein, inneren Frieden und Balance spüren. Harmonie mit meiner Seele erleben. Innerer Frieden und Ausgeglichenheit sind mir wichtiger als alles andere da draußen. Denn wenn ich meine inneren Ziele erreiche, dann ist es egal, ob ich meine äußeren Ziele jemals erreichen werde. Ich fühle mich in mir zu Hause. Ich bin in mir angekommen. 

 

Ich bin so stolz auf mich, wie weit ich schon gekommen bin - innerlich. Denn ich habe so viel lernen dürfen. Danke, geliebtes Universum, dass du mir genau zur richtigen Zeit die richtigen Informationen zukommen lässt. Ich habe neulich verstanden und gelernt, was Trauma bedeutet. Ein Trauma ist eine Erfahrung, die sowohl physisch wie auch psychisch stattfinden kann. Diese Erfahrung war noch nicht zu verarbeiten für den Entwicklungsstand der Seele zu dem jeweiligen Zeitpunkt. Oft waren wir noch zu jung, um zu verstehen oder verarbeiten zu können, was geschehen war. Und durch Therapie und Heilungsarbeit können wir in die Vergangenheit reisen, um uns zu vergeben, dass wir es damals noch nicht besser wissen konnten. Das war für mich persönlich sehr heilend. Denn von mir wurde schon sehr früh erwartet, Verantwortung zu übernehmen. Eigentlich war ich dafür aber noch viel zu jung. Aber meine Eltern wussten es nicht besser, da sie es selbst so von ihren Eltern gelernt haben. Und ich werde meinen Eltern für nichts die Schuld geben, da ich die Verantwortung für mein eigenes Leben übernehme und dazu stehe, wer ich bin. Ich habe all meine persönlichen Erfahrung selbst kreiert. Und das weiß ich, da ich weiß, wie die universellen Gesetze des Universums funktionieren. Naja, also sagen wir, ich habe bis jetzt schon zu spüren bekommen, wie sie funktionieren. Und anstatt mich in die Opferrolle zu begeben und die Schuld abzugeben, nehme ich all die Verantwortung auf mich. Das kann anfangs sehr überfordernd sein, aber je mehr man sich damit auseinandersetzt, desto heilsamer ist es. Das ist meine persönliche Erfahrung.

 

Und genau aus diesem Grund werde ich Heilpraktikerin. Ich möchte mein Trauma und meine daraus resultierenden Erfahrungen dazu nutzen, um die verarbeiteten und gefilterten Erlebnisse und Erkenntnisse weiterzugeben, damit andere Menschen nicht so sehr leiden müssen. Das möchte ich insbesondere für Frauen tun. Denn es ist mir ein besonderer Wunsch, diejenigen zu unterstützen, die entweder selbst traumatisiert sind oder diejenigen, die das Gefühl haben, es zu sein. Wo der Unterschied darin besteht, liegt in der subjektiven Wahrnehmung eines jeden Einzelnen. Ich habe in den letzten beiden Jahren im Rahmen meiner Gruppentherapie eine Menge gelernt. Und vor allem habe ich viel von dem gesehen, was ich niemals im Leben möchte. Ich sehe dort die Eltern meiner Generation sitzen, die versuchen, irgendwie zu verarbeiten, was sie erlebt haben. Und dann sehe ich dort meine Generation sitzen. Menschen unter 30, die das Gefühl haben, einfach nicht reinzupassen und die sich nicht weiter anpassen können und dann auch noch gesundheitlich darunter leiden. Damit muss Schluss sein. Aber anstatt den Größenwahn zu haben, die Welt zu verändern, fange ich bei mir selbst an. Denn das bedeutet es für mich, Verantwortung zu übernehmen. 

 

Ich bin so stolz auf mich, wie viel Verantwortung ich übernehme. Ich bin so stolz auf mich, wie gut ich mich um mich selbst kümmern kann. Ich bin so stolz auf mich, wie sehr ich andere Menschen damit inspirieren kann. Das habe ich schon immer gespürt. Aber bevor ich diese Gabe in die Tat umsetzen konnte, musste ich selbst einige Erfahrungen machen, damit ich mich besser in meine zukünftigen Klienten einfühlen kann. Die Gabe der Empathie kann man erwerben. Ebenso wie Achtsamkeit. Manche haben vielleicht leichtere Startbedingungen gehabt als andere, aber es ist uns allen möglich, mehr Acht zu geben. Dann geschehen weniger Unfälle und Menschen verletzen sich weniger. Und somit verletzen wir auch andere Menschen weniger. Aber in erster Linie sind wir liebevoller zu uns selbst. Und das heilt unsere Seele. Und durch die Heilung, die wir mit uns selbst erfahren, geben wir der Erde etwas zurück. Denn sie hat schon so viel für uns getan. Und ich fühle mich dazu berufen, die universelle Liebe, die ich spüre, zu teilen. Mitzuteilen. Es macht mich immer wieder so stolz, zu sehen, wenn meine Freunde um mich herum erwachen. Ich liebe es, zu beobachten, wie sie sich entwickeln. Ich sehe mich als Fachperson für den Prozess der Transformation. 

 

Keine Ahnung, ob jemals jemand lesen wird, was ich hier schreibe oder ob es überhaupt jemanden interessiert, aber ich fühle, dass es richtig ist, meine Erkenntnisse zu verschriftlichen. Und ich werde damit niemals aufhören. Denn das tue ich schon seit ich das erste Mal einen Stift in der Hand hatte und gespürt habe, was damit alles möglich ist. Das Wort und die Schrift waren meine erste Liebe. Rhetorik ist meine Poesie des Herzens. Methapern und Analogien sind mein Spiel mit dem Universum. Zeichen und Hinweise sind meine persönliche Leidenschaft. Schamanismus und Energie sind meine besten Freunde. Reiki und Therapie sind meine Familie. Die Erde ist meine Mutter. Und der Himmel ist mein Vater. Und ich bin auch nur ein weiteres Kind des Universums. 

 

Ich bin dankbar, dass ich einfach nur irgendjemand bin. Ich bin dankbar, ein Niemand sein zu dürfen. Ich genieße und schätze meine Privatsphäre. Ich genieße es, meine Ruhe zu haben. Ich ziehe mich gerne mit einem Tee und klassischer Musik in meine Wohnung zurück, um meine Erfahrungen da draußen in der Welt zu reflektieren. Ich liebe es, mit einer langen Strickjacke und dicken Socken auf der Couch zu liegen und ein Buch über Selbstliebe, Psychologie oder Achtsamkeit zu lesen. Ich genieße es so sehr, meine Grenzen auszuleben. Denn das ist eins meiner größten Themen in dieser Inkarnation. Schon seit ich ein kleines Kind war, wurde ich von Arm zu Arm gegeben und jeder hat mich nach Belieben angefasst. Ich dachte immer, dass das normal wäre. Ich dachte auch, dass es normal wäre, wenn der Vater einen nach der Arbeit täglich eine Stunde anschreit, weil man nicht so funktioniert, wie er es gern hätte. Später stellte sich heraus, dass man so etwas Missbrauch und häusliche Gewalt nennt. Ich dachte immer, dass man auch mal Sex so über sich ergehen lassen kann, auch wenn man es eigentlich gar nicht will. Später stellte sich heraus, dass man das Vergewaltigung nennt. Daraus sind dann zahlreiche Krankheiten entstanden, weil die Seele über den Körper versucht hat, sich mitzuteilen. Seit ich das verstanden, erkannt, akzeptiert und angefangen habe, zu lieben, habe ich angefangen, mich selbst zu heilen. Essstörungen, neurotische Neigungen, Zwangsgedanken, all diese pathologischen Begriffe sind mir nun besser bekannt denn je. Und es wäre so einfach, meinen Vater dafür zu verurteilen, dass er mich so behandelt hat. Es wäre so einfach, meine Mutter dafür zu hassen, dass sie mich mein ganzes Leben lang belogen hat. Es wäre so einfach, meine Exfreunde dafür verantwortlich zu machen, dass sie nicht sensibel und empathisch genug gewesen sind. Aber es ist meine Aufgabe! Es ist ganz allein meine Aufgabe, meine Grenzen zu kommunizieren. Und das bedeutet auch, dass ich sie in erster Linie selbst respektiere. Denn ich kann nicht sagen, dass ich etwas will, aber ausstrahlen, dass ich es nicht will. Das nennt man dann Manipulation. Und das führt dann zur sogenannten Selbstsabotage. 

Einfach mal hinzuschauen, hat mich so sehr befreit. Einfach mal zu akzeptieren, dass ich so bin, hat mich so sehr befreit. Einfach mal zu lieben, dass ich genau so bin, wie ich bin, hat mich dazu gebracht, diesen Text zu schreiben. Meine Gefühle und meine Erfahrungen zu verarbeiten. Meine Geschichte zu teilen. In der Hoffnung, dass viele andere Frauen da draußen erkennen werden, dass wir die Kraft haben, uns selbst zu beschützen und trotzdem Teil einer Gesellschaft zu sein. Wir sind nicht mehr abhängig von Männern. Wir sind unabhängig. Und wir sind verdammt stolz darauf. 

 

Ich war noch nie ein großer Fan von Emanzipation, aber das, was ich gerade so schreibe, klingt ganz schön danach. Ich möchte mich nicht in eine Schublade stecken. Und schon gar nicht stecken lassen. Ich möchte mir kein Label aufkleben. Ich möchte mich nicht definieren über etwas, was ich sage. Ich möchte mich darüber definieren, was ich mache. Denn machen ist wie wollen, nur krasser. Und reden können wir alle viel. Aber etwas dafür tun, dass wir uns besser fühlen und uns selbst näher kommen, ist einzig und allein unsere Aufgabe. Es liegt in unserer Verantwortung. Und wenn wir lernen, besser auf uns Acht zu geben und intuitiver für uns zu sorgen, dann ist wenigstens schon mal ein Mensch auf der Welt mehr in Balance. Und das hat eine immense Kraft. Die Wirkung von einem einzigen Menschen, der sich selbst liebt, ist gigantisch. Der schmale Grad zwischen Selbstliebe und Egoismus ist eine Kunst. Ich lebe diese Kunst. Ich behaupte von mir, dass ich in Balance lebe. 

 

Spirituell zu sein, heißt für mich, sich seiner Scheiße bewusst zu sein. Spirituell zu sein, heißt für mich, achtsam mit sich selbst und der Umwelt umzugehen. Spirituell zu sein, heißt für mich, radikal ehrlich mit sich selbst zu sein. Spirituell zu sein, heißt für mich, selbstlos zu geben, weil man es liebt. Spirituell zu sein, heißt für mich, Verantwortung für die eigenen Worte und Taten zu übernehmen und vor allem die Verantwortung für die Konsequenzen selbst zu tragen, die daraus resultieren. Spirituell zu sein, heißt für mich, in Verbindung mit seiner eigenen Seele zu stehen und seiner eigenen Intuition zu folgen. Spirituell zu sein, heißt für mich, füreinander da zu sein und gute Freunde und Menschen, die einen nach einem Rat oder nach einer Meinung fragen, liebevoll dabei zu unterstützen, sich die Fragen zu stellen, um die Antworten in sich selbst zu finden. Spirituell zu sein, heißt für mich, an die Einheit und die universelle Liebe zu glauben. 

 

Ich werde niemals damit aufhören können, dankbar zu sein für diese menschliche Erfahrung.

Danke, danke, danke, dass ich der Menschheit dienen darf.

Danke, dass der göttliche Funke durch mich strahlt.

Danke, dass ich die universelle Liebe teilen darf.

Danke, dass ich in Balance mit mir bin.

Danke für mein Leben!

 

Ich liebe uns und wir werden alle heil.

Alles ist gut und alles wird noch viel besser.

Denn alles ist gut genau so wie es ist. 

Genau jetzt, genau hier, genau wir.